[caption id="attachment_1304" align="alignright" width="195"]Uniejów - Glockenturm neben der Stiftskirche Uniejów - Glockenturm neben der Stiftskirche[/caption] Die erste Erwähnung der Ortschaft Uneievo erfolgte in einer Bulle des Papstes Innozenz II. im Jahre 1136. Die Geschichte der Stadt ist unzertrennlich mit den Erzbischöfen aus dem 120 km entfernten Gniezno (Gnesen) verbunden. Stadtrechte erhielt Uniejów wahrscheinlich um das Jahr 1280 und gehört damit zu den ältesten Städten Polens. Stadtgründer war Erzbischof Jakub Świnka. Bautätigkeit der Gnesener Erzbischöfe In der Zeit der Auseinandersetzungen mit den Kreuzrittern wurde die Stadt im Jahre 1331 vollständig zerstört. Auf Initiative Erzbischof Jarosław Bogoria Skotnickis hin wurde die Kirche zur Heiligsten Jungfrau (Stiftskirche) und in den Jahren 1360-65 das Wehrschloss erbaut, in dem Kongresse des Klerus‘ sowie Diözesesynoden stattfanden. In diese Zeit fällt auch die größte Blüte der Stadt. Tomasz Stanisław Wolski In Uniejów hielten sich unter anderem die polnischen Könige Wladislaus Jagiełło, Kasimir der Große und Wladislaus von Warna auf. Ob später auch die sächsischen Könige hier waren, ist nicht bekannt - Uniejów lag etwas abseits der Postrouten. Bekannt ist, dass August der Starke den im Jahre 1700 in Uniejów geborenen Tomasz Stanisław Wolski „mit den erforderlichen Mitteln und Empfehlungen“ für diverse Reisen ausstattete. Wolski verschlug es später auf teilweise abenteuerliche Weise bis nach Palästina und Persien. Dank seiner militärischen Leistungen brachte er es bis zum Befehlshaber der päpstlichen Flotte. [caption id="attachment_1307" align="alignleft" width="210"]Die Warta in Uniejów Die Warta in Uniejów[/caption] Auf und Ab Der Niedergang Uniejóws begann mit einem Stadtbrand im Jahre 1632. In der Zeit der Kriege gegen die Schweden wurde das Schloss verheert und zerstört. In den Jahren 1736 und 1790 verschlangen neue Brände die Stadt. Nach der zweiten Teilung Polens fiel Uniejów unter preußische Herrschaft. Auch das Schloss ging den Erzbischöfen verloren. Nachdem Polen 1918 seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte, wurde das Schloss in Staatseigentum überführt. 1836 gingen die Güter von Uniejów samt der Stadt und dem Schloss an den kaiserlichen Grafen Aleksander Toll über. Durch die kaiserliche Herrschaft verlor die Stadt 1870 ihre Stadtrechte, die sie aber im Jahre 1919 wiedererhielt. Die gegen Ende der 70er Jahre des 20. Jh. entdeckten Thermalwasserquellen waren die Grundlage für die Entstehung eines Thermalkurortes mit heute 2900 Einwohnern.
  • [caption id="attachment_1305" align="alignright" width="150"]Schloss Uniejów Schloss Uniejów[/caption] Schloss aus dem 14. Jh. , im 17. Jh. im Renaissance-Stil, später klassizistisch umgebaut; mit Wohngebäude, Wehrturm, Kapelle, vier Ecktürmen und Wirtschaftsgebäuden – heute Hotel
  • Schlosspark mit ca. 60 Baum- und Straucharten, in den Mitte des 19. Jh. angelegt
  • Gotische Stiftskirche zur Himmelfahrt der Heiligsten Jungfrau Maria (1349) mit barocker Innenausstattung;  Barockaltar aus dem 17. Jh. und Sarkophag und Reliquien des Erzbischofs von Gnesen, des Seligen Bogumil, aus dem Jahre 1666
  • freistehender Glockenturm neben der Stiftskirche, um 1900
  • Spätklassizistischer Gutshof aus dem Jahre 1845, Sitz des Schlossverwalters, heute Sitz des Stadt- und Gemeindekulturzentrums
  • Neobyzantinische Grabkapelle der Familie des Zarengrafen Aleksander Toll (1885), liegt im Wald an der Strecke Uniejów - Dąbie.
Schlosshotel Zamek Uniejów ul. Zamkowa 2 www.termyuniejow.pl   Kasztel Rycerski na Gorących Źródłach" ul. Zamkowa 6 tel. (063) 2888 950   „Staromiejska“ ul. Rynek 9 tel. (063) 28-88-111
Links: www.uniejow.pl www.termyuniejow.pl http://pawellukaszewicz.com/uniejow/   Tipp: Thermalquellen von Uniejów
  •  Mineralwasser aus 2000 m Tiefe mit 68 °C Wassertemperatur
  • Mineralien: Schwefel, Fluor, Jod, Radon, Metakieselsäure
  • Diverse positive Wirkungen auf die Gesundheit
  • SPA- &Wellness-Einrichtungen
  • Schwimmhalle und Freibad
  • Kinderbecken und -attraktionen